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Kambodscha

Der Name Kambodscha ist vom Wort Kambuja abgeleitet, was soviel bedeutet, wie « die Söhne von Kambu ». Der Legende nach heiratete ein Asket der Kambu die himmlische Nymphe Mera und gründete das Königreich von Chenla. Das benachbarte Königreich Funan, der erste hinduistische Einfluss in Südostasien, eroberte das Königreich von Chenla im 6. Jahrhundert. Das war der eigentliche Beginn des großen Khmer Reichs – den Schöpfern des Angkor Tempelkomplexes.

Angkor hat zahlreiche dieser religiösen Bauwerke, die zwischen dem 9. und 13. Jahrhundert durch die Khmer errichtet wurden. Insgesamt währte die Zeit der Khmer etwa 600 Jahre. 1431 wurde Angkor Wat aufgegeben um in Phnom Penh die Hauptstadt zu gründen. Mitte des 19. Jahrhunderts kolonialisierten die Franzosen das Land und erst 1953 erhielt Kambodscha seine Unabhängigkeit, als König Norodom Sihanouk Staatsoberhaupt wurde. Die dunkelste Periode des Landes erlebten die Kambodschaner in den 70er Jahren als General Lon Nol erfolgreich einen Staatsputsch inszenierte und den König aus seinem Amt drängte. Als 1975, nach einem einem bitteren Bürgerkrieg, die fanatischen Roten Khmer mit den unbeliebten Pol Pot die Macht übernahmen, wurde das Land auf das „Jahr Null“ zurückgestellt. Während der vierjährigen Schreckensherrschaft mussten Tausende von Intellektuellen sterben und mehr als 1 Million Kambodschaner wurden grausam gefoltert und ermordet. 1979 schließlich wurde das Regime abgesetzt. Dank der groβartigen Ruinen von Angkor und der Entschlossenheit und dem Geist der Menschen sieht die Zukunft des Landes heller aus als jemals zuvor.

  1. Visum
  2. Ankunft
  3. Abflug und Flughafensteuer
  4. Geld
  5. Kleidung
  6. Klima
  7. Sicherheit
  8. Küche
  9. Menschen
  10. Sprache
  11. Gesetzliche Feiertage
  12. Post und Telekommunikation
  13. Geschäftszeiten

1. Visum
Die Besucher, die auf dem Luftweg ankommen, können bei ihrer Ankunft in Pochentong und Siem Reap auf dem Flughafen ein Visum für einen Monat erwerben. Reisende, die über Land von Thailand über Poi Pet, Banteay Meanchey Provinz oder Kok Kong Provinz ankommen, ist es ratsam, ein Visum im Voraus zu besorgen. Die Reisenden, die über Land von Laos und von Vietnam ankommen, müssen ein Visum vorlegen können.

Ein Touristenvisum kostet 20 USD und kann nacheinander jeweils um einen Monat bis zu drei Monaten verlängert werden. Ein Geschäftsvisum kostet 25 USD und kann auf unbestimmte Zeit verlängert werden. Es sollten zwei Passfotos mit der Visumsantragsstellung eingereicht werden.


2. Ankunft
Besorgen Sie sich zwei Passfotos und halten Sie 25 USD bereit. Im Flugzeug erhalten Sie zwei Formulare, auf denen Sie kennzeichnen müssen, ob Sie als Tourist oder Geschäftsmann einreisen. 20 USD kostet das einmonatige Touristenvisum, 25 USD das Geschäftsvisum. Der Unterschied liegt darin, dass das Arbeitsvisum erneuert werden kann, ohne das Land verlassen zu müssen. Wenn Sie also länger als einen Monat bleiben möchten, entscheiden Sie sich für ein Geschäftsvisum. Es gibt keine Anweisung, Sie nach Ihrem Arbeitgeber zu fragen. Bleiben Sie ehrlich bei der Auskunft über Ihre Arbeit, doch geben Sie Acht, wenn Sie für Menschenrechtsorganisationen oder ähnliches arbeiten. Das könnte zu Problemen führen. Ernsthaftes Interesse an diesen Auskünften besteht in der Regel allerdings nicht. Nach der Landung gehen Sie zum Terminal und schließen sich der Menschenmenge an den Visa-Schaltern an. Dort werden Sie nach Ihren Passfotos gefragt und nach Ihren Formularen, die Sie im Flugzeug ausgefüllt haben. Sollten Sie keine Fotos dabei haben, können direkt vor Ort welche gemacht werden. Anschließend empfangen Sie Ihren Pass am anderen Ende des Schalters und dort bezahlen Sie auch Ihre Gebühren.

Denken Sie daran, dass wenn Sie Ihr Visum überziehen, jeder überzogene Tag 3 USD kostet. Sie bezahlen die Gebühr beim Verlassen des Landes. Das ist völlig problemlos.


3. Abflug und Flughafensteuer

Internationaler Flughafen Pochentong:
Abflug Inland: 6 USD
Abflug international: 25 USD


Siem Reap Flughafen:
Abflug Inland: 6 USD
Abflug international: 25 USD


4. Geld
Die amtliche kambodschanische Währung heißt Riel. Das kambodschanische Riel ist verhältnismäßig beständig und der gegenwärtige Wechselkurs beträgt etwa 3.950 Riel für 1 USD. Amerikanische Dollar werden in Kambodscha problemlos angenommen und in größeren Läden und Supermärkten sogar bevorzugt. Für kleinere Einkäufe, wie Obst, Gemüse und Taxi ist es empfehlenswert mit der heimischen Währung zu bezahlen. Banken wechseln alle Hauptwährungen mittlerweile problemlos. Touristen mit Traveller Checks wird empfohlen sie in Banken einzulösen, da die kleinen Läden kaum Möglichkeiten haben diese zu wechseln. Diejenigen, die es allerdings können, nehmen in der Regel eine hohe Gebühr. Einige Banken gewähren mittlerweile kleine Kredite auf Kreditkarten.

5. Kleidung
Traditionsgemäß werden die Sarongs (hergestellt aus Baumwolle oder einer Baumwolle-Synthetik Mischung oder Seide) von Männern und Frauen getragen und sind die gängige Kleidung. Die meisten städtischen, männlichen Khmer Männer tragen Hosen, und die Frauen kleiden sich nach westlicher Art. Bei formellen Anlässen, wie religiösen Festivals und Familienfeiern, tragen Frauen häufig Hols, eine Art Hemd. Nachts tragen Frauen die einfarbigen Seidenkleider, Phamuongs genannt, die an den Rändern verziert sind. Wenn es sich um eine Hochzeit handelt, werden die Farben dieser Kleider nach dem Tag der Woche an dem die Hochzieht stattfindet, festgelegt.

6. Klima
Die beste Zeit für einen Besuch in Kambodscha ist zwischen November und Februar. Vorwiegend wird der Reisekalender durch die zwei Monsune beeinträchtigt. In der Zeit zwischen November und Februar trägt der kühle und trockene Nordostmonsun kaum Regen mit sich, während der Südwestmonsun zwischen Mai und Oktober für mehr als 80 Prozent des Regens im Land verantwortlich ist. Die Höchsttemperaturen liegen im Januar zwischen 25 und 30 Grad, allerdings bei mehr als 40 Grad im April. Tagestemperaturen liegen gewöhnlich nicht unter 10 Grad.

WETTERKARTE

Monat

Phnom Penh

Durchschnittl.
Temperatur
Regen
(mm)

JAN

21/31

7

FEB

22/32

10

MAR

23/34

40

APR

25/35

75

MAI

24/34

135

JUNI

24/33

155

JULI

24/32

175

AUG

25/33

160

SEPT

25/31

230

OKT

23/30

260

NOV

23/30

125

DEZ

22/30

45


7. Sicherheit
Das Reisen in Kambodscha ist im Allgemeinen sehr sicher. Taschendiebstahl kann in Phnom Penh schon mal vorkommen, anderswo im Land allerdings ist das eher ungewöhnlich. Die meisten Hotels vor Ort haben ein Schließfach, in das Sie Ihre Dokumente einschließen können. Ein anderer wichtiger Punkt sind die immer wieder erwähnten Landmienen, die noch nicht entschärft sind. Es ist deshalb ratsam, in abgelegenen Gegenden niemals die Wege zu verlassen und sich dort auf jeden Fall einem ortskundigen Führer anzuvertrauen.

8. Küche
Die kambodschanische Küche gleicht der siamesischen, ist aber durchaus unterschiedlich in den Gewürzen. Eine kambodschanische Mahlzeit beinhaltet fast immer eine Suppe oder Samla, die gleichzeitig mit den anderen Gängen gegessen wird. Samla machou banle ist eine Fischsuppe mit saurem Aroma, so wie die sauren und heißen Suppen aus dem benachbarten Thailand. Andere Suppen sind beispielsweise Samla chapek (Ingwer-Gewürzte Schweinefleischsuppe), Samla machou bangkang (Garnelensuppe) oder Samla ktis (eine Fischsuppe mit Kokosnuss und Ananas). Kambodschanische "Salat-Teller“ sind ebenfalls sehr populär und köstlich, obgleich doch kaum zu vergleichen mit einem westlichen kalten Salat. Phlea sach ko ist ein Rindfleisch- und Gemüsesalat, gewürzt mit Koriander, Minzeblättern und Zitronengras. Diese Kräuter finden Sie in vielen kambodschanischen Gerichten. Wie in allen anderen buddhistischen Ländern auch wird vegetarisches Essen bevorzugt und in einem Restaurant ist dies aufgrund der verschiedenen Varianten problemlos zu bestellen.

9. Menschen
Kambodscha hat heute etwa 10 Millionen Einwohner. Ungefähr 90-95 Prozent der Einwohner sind ethnische Khmer. Die restlichen 5-10 Prozent bestehen aus Chinesischen-Khmer, islamischen Khmers oder Chams und den ethnischen Bergstämmen, bekannt als die Khmer Loeu oder Vietnamesen. Etwa 10 Prozent der Bevölkerung wohnt in Phnom Penh, der Hauptstadt, was Kambodscha zu einem Land macht, das hauptsächlich aus Landarbeitern und Handwerkern besteht.

Die ethnischen Gruppen, die es in Kambodscha gibt, besitzen eine Anzahl an ökonomischen und demographischen Gemeinsamkeiten. Beispielsweise lebten die chinesischen Kaufleute in der Regel in den städtischen Zentren und waren sozusagen Vermittler in den wirtschaftlichen Kreisen, allerdings bewahrten sie sich ihre eigenen sozialen und kulturellen Eigenheiten. Sie waren hauptsächlich ansässig in Zentral- und Südost-Kambodscha. Die Hauptunterschiede zwischen diesen Gruppen liegt vor allem in den sozialen Organisationen, der Sprache und der Religion. Die Mehrheit der kambodschanischen Bevölkerung hat sich in relativ beständigen Dörfern in der Nähe von den Hauptgewässern in der Tonle Sap Basin-Mekong Ebene niedergelassen.

Die Khmer Loeu leben in weit zerstreuten Dörfern, die verlassen werden, wenn das bebaute Land in der Nähe nicht mehr bewirtschaftet werden kann. Die Dörfer dagegen, die auf Dauer von den Khmer und Chams angelegt sind, liegen an den Ufern von Flüssen oder Seen. Chamdörfer bestehen fast ausschließlich aus Chams, Khmer Dörfer hingegen, besonders im Zentrum und im südöstlichen Kambodscha, haben einen beträchtlichen Anteil an chinesischen Gemeinschaften.


10. Sprache
Die beträchtliche Mehrheit der Kambodschaner spricht Khmer, eine Sprache der Mon-Khmer Gruppe. Verwandt ist diese Sprache mit der der Mon, eine birmanische Minderheit. Khmer hat nur entfernt etwas mit den siamesischen und mit einigen indonesischen Sprachen zu tun. Die Sprache setzt sich aus einigen entliehenen Wörtern aus dem Vietnamesischen, ein wenig Chinesisch, Pali, Französisch und Englisch zusammen. Die Schrift ist mit Devanagari verwandt und sieht auf den ersten Blick wie siamesische Schrift aus. Eine zunehmende Anzahl von städtischen Kambodschanern spricht Englisch, besonders junge Leute, und einige (meistens ältere) Kambodschaner können französisch sprechen. Obwohl die Grammatik einfach ist, ist Khmer dennoch eine ziemlich schwierige Sprache und für die meisten englischsprachigen Menschen wegen ihrer Aussprache schwer zu erlernen.

11. Gesetzliche Feiertage
Während der gesetzlichen Feiertage und der Festivals schlieβen Banken, Ministerien und Botschaften. Beachten Sie dies bitte bei Ihren Planungen für eine Kambodschareise. Dies gilt auch für Feiertage, wie beispielsweise Weihnachten, Neujahr, der Tag für das Erinnern an den Sieg über das Genozid-Regime am 7. Januar und das chinesische neue Jahr. Es gibt also eine ganze Menge Feiertage. Das Festival von Kambodscha findet entsprechend dem Mondkalender statt, also schwanken die Daten von Jahr zu Jahr.

Chaul Chnam
Findet Mitte April statt. Diese dreitägige Feier der Khmer ist das Neujahrsfest: Khmers huldigen an den Altären in den Wats, säubern ihre Häuser, tauschen Geschenke und wechseln ihre Kleidung aus. Es ist eine lebhafte Zeit um Kambodscha zu besuchen, in der, wie in Thailand, die Khmers ausgelassen mit Wasser und Talkumpuder um sich werfen und verwirrte Touristen im Nachhinein wie Gipsfiguren aussehen lassen. Es ist sicherlich nicht die beste Zeit die Tempel von Angkor zu besuchen, da sich fast die Hälfte der Landbevölkerung dort aufhält und Sie keine Ruhe finden werden um die Tempel richtig entdecken zu können.

Chat Preah Nengkal
Findet Anfang Mai statt und ist eine königliche Zeremonie, ein rituelles landwirtschaftliches Fest, das von der königlichen Familie veranstaltet wird. Es findet in der Nähe des königlichen Palasts in Phnom Penh statt.

Tag-1 Internationaler Arbeiter Tag

P'chum Ben
Findet im späten September statt und ist es eine Art von Allerseelen, wenn den Toten durch Opfergaben Respekt gezollt wird. Meist findet es am Rande des Wassers statt.

Geburtstag seiner Majestät - 30. Oktober bis 1. November.


Bon Om Tuk
Normalerweise feiert man Bon Om Tuk, die Rückkehr des Tonle-Sap Flusses, im späten Oktober oder im frühen November (in der der trockenen Jahreszeit leert sich der Tonle Sap See und das Wasser fließt in den Mekong. Erst in der Regenperiode füllt sich der See wieder). Dies ist eines der wichtigsten Feste im Khmer Kalender und eine wundervolle Zeit in Phnom Penh oder in Siem Reap zu sein, da Regatten auf dem Tonle Sap Fluss und dem Burggraben um Angkor Wat veranstaltet werden.

Unabhängigkeitstag – 9. November

Chinesisches Neues Mondjahr
Die chinesischen und vietnamesischen Einwohner von Kambodscha feiern ihren Neujahresbeginn in spätem Januar oder im frühen bis mittleren Februar - für den Vietnamesen, ist dies das Tet-Fest. Weil Chinesen und Vietnamesen viele Geschäfte in Phnom Penh laufen haben, ruht der Geschäftsbetrieb in dieser Zeit.

12. Post und Telekommunikation
Die Luftpost läuft inzwischen über Bangkok, was Kambodscha zu einem wesentlich zuverlässigerem Ort macht, von dem aus man Briefe oder Pakete losschicken kann. Telefonverbindungen mit der Außenwelt haben sich mittlerweile sehr verbessert, obwohl sie nicht billig sind. Die meisten Hotels in Phnom Penh berechnen nichts für örtliche Gespräche. Nummern die mit 011, 012, 015, 017 oder 018 beginnen sind Handynummern. Es gibt kein Adressverzeichnis. Einige Hotels haben Telefonverzeichnisse für Phnom Penh.

Für internationale Anrufe sollten Telefonkarten verwendet werden. Die Gebühren sind wie folgt :2 USD, 5 USD, 10 USD, 20 USD, 50 USD and 100 USD. Am Wochenende sind die Gebühren um bis zu 30 Prozent geringer.

Faxkosten liegen zwischen 4-6 USD pro Seite. Internetzugang ist an allen großen Touristenplätzen möglich und kostet etwa 2 USD pro Stunde, obwohl es lange nicht so schnell ist, wie Sie vielleicht erwarten würden.


13. Geschäftszeiten
Regierungsbüros, die von Montag bis Samstag geöffnet sind, beginnen ihre Arbeit theoretisch um 7.00 Uhr oder 7.30 Uhr, machen eine Mittagspause von 11.00 oder 11.30 Uhr bis um 14.00 oder 14.30 Uhr und beenden den Tag um 17.30 Uhr. Es ist sicher anzunehmen, dass einige Wenige schon sehr früh anfangen, dafür aber auch um 16.00 Uhr schließen.

Die Öffnungszeiten der Bank hängen ab von den unterschiedlichen Schalterstunden einer jeden Bank. Die reguläre Zeit ist zwischen 8.30 Uhr und 15.30 Uhr.

Es gibt übrigens eine große Anzahl an Feiertagen und Festen an denen die Büros geschlossen haben.

 

 


 
 
 
 
             
   

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